Passivhaus – Grundsätze

Beim Umbau vom Altbau zum Passivhaus kann man nicht alle wünschenswerten Passivhaus-Kriterien zu 100 % erfüllen. Zum einen weil das technisch oft schwierig ist und zum anderen, weil der Mehraufwand sich aus finanzieller, wirtschaftlicher Sicht nicht lohnt. Hier gilt es, den richtigen Mittelweg zu finden. Ich bin deshalb kein Verfechter des „perfekten“ Passivhauses, denn irgendwo müssen sich die Investitionen auch rechnen.

Ein Passivhaus verfolgt vor allem zwei Grundprinzipien. Wenn man sich diese Prinzipien bei der Planung und Ausführung immer vor Augen hält, wird man zu einem zufriedenstellenden Ergebnis mit einem hohen Einsparpotential an Energiekosten und zu einem sehr angenehmen Wohnklima kommen.

Erstens gilt es Wärmeverluste zu vermeiden, dies wird erreicht durch:

  • die luftdichte Gebäudehülle
  • eine optimale Wärmedämmung
  • eine hervorragende 3-fach Wärmeschutzverglasung
  • die Vermeidung von jeglichen Wärmebrücken
  • die kontrollierte Wohnraumlüftung

Zweitens werden die Wärmegewinne optimiert durch

  • Ausrichtung des Hauses nach Süden mit großen Fensterflächen nach Süden und Westen zur Nutzung der Sonnenenergie, kleine Fenster nach Norden,
  • möglichst kompakte Bauform, wenig Vor- und Rücksprünge in der Fassade
  • die Nutzung solarer Energie für die Warmwasserbereitung
  • die Nutzung hausinterner Energie durch Beleuchtung, Hausgeräte, Bewohner.
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