Kontrollierte Wohnraumlüftung

Die kontrollierte Wohnraumlüftung ist das Kernstück des Passivhauses und unabdingbarer Bestandteil, damit das ganze Passivhauskonzept auch funktioniert.

Die meisten Bauherren haben erst einmal Bedenken, bei dem Gedanken, ein luftdichtes Haus zu bauen und dann noch eine Lüftungsanlage einzubauen. Viele Märchen und falsche Informationen ranken sich um diese Art der Lüftung.

Aber unsere inzwischen fast zehnjährige Wohnpraxis zeigt, dass es kaum etwas Schöneres, Bequemeres und Komfortableres gibt:

  • Es ist immer reine und frische Luft im Haus, auch im Winter,
  • Durch die Luftfilter ist immer pollenfreie Luft vorhanden – ideal für Allergiker.
  • Es entsteht keine Zugluft.
  • Trotz dichter Gebäudehülle kann keine Schimmelbildung entstehen.
  • Keine störenden Gerüche aus Küche oder Toilette.
  • Die gewünschte Lüftungsmenge kann selbständig reguliert werden.
  • Sehr behagliches Raumklima im Sommer und im Winter

Das zentrale Lüftungsgerät steht bei uns im Keller. Die Verteilung auf die beiden Wohnetagen konnte in einem nicht mehr benötigten Kaminschacht untergebracht werden und erfolgt von dort in den Fluren über flache Kanäle an der Decke mit Anschlüssen in die einzelnen Räume. Um die Flachkanäle zu verdecken, wurde die Flurdecke im Erdgeschoss-Altbau um ca. 10 cm abgehängt.

Inzwischen gibt es aber wesentlich kleinere Lüftungsgeräte, die einen geringeren Platzbedarf, etwa von Kühlschrankgröße, haben. Unser Lüftungsgerät läuft nun seit fast zehn Jahren nahezu wartungsfrei.

Lediglich die beiden Filter im Lüftungsgerät müssen etwa alle 3-4 Monate ausgetauscht werden. Das ist einfach und kann von jedem, ohne jedes Handwerkszeug gemacht werden, und ist in 2 Minuten erledigt.

Die frische Zuluft wird in die Wohnräume, Schlaf- und Kinderzimmer geleitet. Die Abluft erfolgt in der Küche, im Bad und im WC, also dort, wo auch die Gerüche entstehen. Bei Bedarf kann man sogar ein „Raucherzimmer“ an die Abluft anschließen.

Die Lüftungsdüsen in den einzelnen Räumen wurden ca. 30 cm unterhalb der Decke angebracht und sind optisch gut zu integrieren.

Keinerlei Strömungsgeräusche und auch keine Zugerscheinungen, von denen immer wieder fälschlicherweise geredet wird. Voraussetzung ist natürlich die richtige Einstellung der Luftwechselrate, die aber jeder selbst leicht einstellen oder ändern kann, und die richtigen Zuluftventile.

In den Zu- und Abluftkanälen sind Schalldämpfer eingebaut, die eine Schallübertragung zwischen den einzelnen Räumen verhindern.

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