Der Wandaufbau des Passivhauses

Holzständerwerk 24 cm mit OSB-Schalung innen, Dicke 22mm.

Außen: Holzfaserplatten mit Latexemulsion, Dicke 22mm.

Der 24 cm breite Zwischenraum zwischen OSB-Schalung und Holzfaser-platten wurde mit Zellulose-Dämmstoff (Isofloc) fugenfrei ausgeblasen.

Sämtliche Plattenstöße der OSB-Platten, sowie die Eckfugen und alle Durchdringungen wurden winddicht mit Spezial-Klebebändern (z.B. Ampacoll) abgeklebt bzw. abgedichtet. Hier muss sehr sorgfältig gearbeitet werden und den Handwerkern genau auf die Finger gesehen werden.

Nachdem die Fenster und Haustüren eingebaut waren, wurden sämtliche Plattenstöße und alle Abklebungen und alle Durchdringungen durch die Außenhaut nochmals auf ihre 100 % ige Winddichtigkeit überprüft. Dies wurde anhand des sog. Blower-Door-Tests durchgeführt. Diesen Test sollte man dem Handwerker schon rechtzeitig ankündigen, da dann, wegen der drohenden Nacharbeiten, erfahrungsgemäß noch sorgfältiger gearbeitet wird.

Für den Blower-Door-Test wurde ein leistungsstarker Ventilator in die Öffnung eines Fensters eingesetzt und im gesamten Gebäude ein Unterdruck erzeugt. Einzelne Undichtigkeiten konnten dann gemessen und sogar mit den Händen gefühlt, bzw. mit Hilfe einer Kerzenflamme oder mittels Rauchnebel visualisiert und eventuelle Fehler und Undichtigkeiten sofort nachgebessert werden.

Nachdem sichergestellt war, dass das gesamte Gebäude luftdicht abgedichtet war und alle Leitungen im Bereich der inneren Installationsebene verlegt waren, haben wir dann in Eigenleistung die Außenwände und die Decke im Bereich der Installationsebene mit 8 cm dicken Flachsmatten gedämmt. Den inneren Wandabschluss bildet dann die Gipskartonverkleidung.

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