Qualitätssicherung – Thermografie

Die Qualität der Bauausführung wird einmal durch den bereits vorher beschriebenen Blower-Door-Test und zum anderen durch eine Thermografie überprüft.

Die Thermografie wurde an einem Dezembermorgen früh um 7 Uhr erstellt, da zu diesem Zeitpunkt die Differenz zwischen Außen- und Innentemperatur relativ groß ist, und dies zu exakten und verlässlichen Aufnahmeergebnissen führt.

Die Thermografieaufnahmen zeigten, dass in der Gebäudehülle keine Lecks oder Fehlstellen zu erkennen waren. Also hatten die Firmen gut und sauber gearbeitet und es brauchte nicht nachgebessert zu werden.

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Solarkollektoren auf dem Dach

Für den Warmwasserbedarf wurde auf dem Dach eine Kollektoranlage mit 8 m² Nutzfläche installiert, die den Energiebedarf für das Warmwasser zu 50-60% abdeckt. Zusätzlich wurde im Keller ein 500 Liter fassender Warmwasserspeicher aufgestellt. Die Solarkollektoren liefern im Sommer ca. 70 – 80°C heißes Wasser. Selbst im Winter bei Sonnenschein wird das Wasser im Speicher noch etwa 50°C warm.

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Abtrennung zum Keller

Da der Keller schon vorhanden war, konnte er nicht in die Passivhaushülle integriert werden. Alle Durchdringungen vom Keller zu den Passivhausbereichen wurden gedämmt und abgedichtet. Der Abgang zum Keller wurde als Schleuse ausgebildet und dient somit als Trennung vom Keller zum eigentlichen Passivhausbereich. Zur Dämmung der Kellerdecke von unten konnten wir uns bisher aufgrund der geringen lichten Höhe im Keller von 1,95 m, noch nicht entschließen. Gewisse Kompromisse sind beim Umbau eines Altbaues zum Passivhaus einfach nicht zu umgehen.

Trotzdem, wenn es die lichte Höhe des Kellers zulässt, rate ich dringend zu einer Dämmung der Kellerdecke von unten, und wenn es nur 4 oder 5 cm sind.

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Die alte Ölheizung

Die Ölheizung hatten wir Anfang der 90er Jahre erneuert. Die Heizung war eigentlich noch ganz in Ordnung. Da wir vor zehn Jahrens noch nicht wussten, wie gut das ganze Passivhauskonzept wirklich funktioniert, und ich doch etwas skeptisch war, haben wir die alten Heizkörper im EG erst einmal belassen und in den neuen Wohnräumen im Obergeschoss zur Sicherheit kleine Heizkörper in der Größe von Badheizkörpern installiert. Die Heizkörper bleiben aber, auch im Winter, fast immer kalt.

Gerade heute, es ist Winter, draußen sind minus 15°C, den ganzen Tag hat die Sonne geschienen und die Wohnräume auf knapp 25° erwärmt und jetzt um 23 Uhr hat es immer noch  22,3° im Wohnzimmer und der Heizkörper …………..ist kalt!

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Passivhaus-Fenster und -Türen

Im Rahmen der Bauarbeiten haben wir natürlich auch die fast 40 Jahre alten, undichten Fenster im Erdgeschoss des Altbaues ausgetauscht. Im gesamten Gebäude haben wir die damals relativ neu auf dem Markt erschienenen Passivhausfenster mit 3-fach Verglasung, Argonfüllung, IR-Reflexionsschicht und wärmegedämmten Rahmen eingebaut. Schon beim Öffnen der schweren, massiven Fenster merkt man, was man da an Qualität in der Hand hat.

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Erdwärmetauscher

Der Lüftungsanlage wurde ein Erdwärmetauscher vorgeschaltet. Dazu wurden rund um das Haus in etwa 1,50 m Tiefe Kunststoffrohre verlegt, aus denen bei entsprechend niedriger Außentemperatur die Frischluft angesaugt wird. Die von dort angesaugte Luft ist im Winter um einige Grad wärmer als die Außenluft und muss somit mit weniger Energieeinsatz vorgewärmt werden. Um die Umschaltung von direkter Außenluft auf den Erdwärmetauscher brauchen Sie sich nicht zu kümmern, das erfolgt durch Temperaturfühler automatisch.

Dieses System funktioniert im Sommer natürlich auch in umgedrehter Richtung. Bei hohen Außentemperaturen holt sich das Lüftungsgerät seine Frischluft aus dem kühleren Erdbereich und verwendet die Luft zur Kühlung in den Wohnräumen.

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Kontrollierte Wohnraumlüftung

Die kontrollierte Wohnraumlüftung ist das Kernstück des Passivhauses und unabdingbarer Bestandteil, damit das ganze Passivhauskonzept auch funktioniert.

Die meisten Bauherren haben erst einmal Bedenken, bei dem Gedanken, ein luftdichtes Haus zu bauen und dann noch eine Lüftungsanlage einzubauen. Viele Märchen und falsche Informationen ranken sich um diese Art der Lüftung.

Aber unsere inzwischen fast zehnjährige Wohnpraxis zeigt, dass es kaum etwas Schöneres, Bequemeres und Komfortableres gibt:

  • Es ist immer reine und frische Luft im Haus, auch im Winter,
  • Durch die Luftfilter ist immer pollenfreie Luft vorhanden – ideal für Allergiker.
  • Es entsteht keine Zugluft.
  • Trotz dichter Gebäudehülle kann keine Schimmelbildung entstehen.
  • Keine störenden Gerüche aus Küche oder Toilette.
  • Die gewünschte Lüftungsmenge kann selbständig reguliert werden.
  • Sehr behagliches Raumklima im Sommer und im Winter

Das zentrale Lüftungsgerät steht bei uns im Keller. Die Verteilung auf die beiden Wohnetagen konnte in einem nicht mehr benötigten Kaminschacht untergebracht werden und erfolgt von dort in den Fluren über flache Kanäle an der Decke mit Anschlüssen in die einzelnen Räume. Um die Flachkanäle zu verdecken, wurde die Flurdecke im Erdgeschoss-Altbau um ca. 10 cm abgehängt.

Inzwischen gibt es aber wesentlich kleinere Lüftungsgeräte, die einen geringeren Platzbedarf, etwa von Kühlschrankgröße, haben. Unser Lüftungsgerät läuft nun seit fast zehn Jahren nahezu wartungsfrei.

Lediglich die beiden Filter im Lüftungsgerät müssen etwa alle 3-4 Monate ausgetauscht werden. Das ist einfach und kann von jedem, ohne jedes Handwerkszeug gemacht werden, und ist in 2 Minuten erledigt.

Die frische Zuluft wird in die Wohnräume, Schlaf- und Kinderzimmer geleitet. Die Abluft erfolgt in der Küche, im Bad und im WC, also dort, wo auch die Gerüche entstehen. Bei Bedarf kann man sogar ein „Raucherzimmer“ an die Abluft anschließen.

Die Lüftungsdüsen in den einzelnen Räumen wurden ca. 30 cm unterhalb der Decke angebracht und sind optisch gut zu integrieren.

Keinerlei Strömungsgeräusche und auch keine Zugerscheinungen, von denen immer wieder fälschlicherweise geredet wird. Voraussetzung ist natürlich die richtige Einstellung der Luftwechselrate, die aber jeder selbst leicht einstellen oder ändern kann, und die richtigen Zuluftventile.

In den Zu- und Abluftkanälen sind Schalldämpfer eingebaut, die eine Schallübertragung zwischen den einzelnen Räumen verhindern.

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Die Außenhaut des Passivhauses

Außen auf den Holzfaserplatten wurde erst eine Lattung mit Konterlattung zur Hinterlüftung aufgebracht.

und darauf dann dieAußenschalung aus Lärchenholzbrettern als Boden- und Deckelschalung mit nichtrostenden Edelstahlschrauben befestigt.

Bei der Verkleidung mit den Lärchenholzbrettern waren wir lange am Überlegen, ob wir die Bretter farbig streichen oder ob wir sie unbehandelt lassen sollen. Da das Lärchenholz relativ ölhaltig ist, ist gegen unbehandeltes Holz nichts einzuwenden. Allerdings bleibt das Holz jedoch auf Dauer nicht so schön wie am Anfang, sondern vergraut, besonders an der Wetterseite, nach und nach. Und dazu muss man auch gefühlsmäßig stehen können.

Für ein Streichen hätte gesprochen, dass wir die Farbgebung nach unserem eigenen Geschmack hätten bestimmen können. Das hätte allerdings zur Folge gehabt, dass man alle paar Jahre neu streichen muss.

Und so haben wir uns für die einfachere und letzten Endes auch kostengünstigere Variante entschieden.

Besonders die Westfassade und die freistehenden Holzstützen sowie das Balkongeländer sind im Laufe der 10 Jahre dann doch sehr grau geworden und sehen zur Zeit etwas trist aus, während die mehr geschützten Bauteile noch eher den Holzfarbton aufweisen.

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Der Wandaufbau des Passivhauses

Holzständerwerk 24 cm mit OSB-Schalung innen, Dicke 22mm.

Außen: Holzfaserplatten mit Latexemulsion, Dicke 22mm.

Der 24 cm breite Zwischenraum zwischen OSB-Schalung und Holzfaser-platten wurde mit Zellulose-Dämmstoff (Isofloc) fugenfrei ausgeblasen.

Sämtliche Plattenstöße der OSB-Platten, sowie die Eckfugen und alle Durchdringungen wurden winddicht mit Spezial-Klebebändern (z.B. Ampacoll) abgeklebt bzw. abgedichtet. Hier muss sehr sorgfältig gearbeitet werden und den Handwerkern genau auf die Finger gesehen werden.

Nachdem die Fenster und Haustüren eingebaut waren, wurden sämtliche Plattenstöße und alle Abklebungen und alle Durchdringungen durch die Außenhaut nochmals auf ihre 100 % ige Winddichtigkeit überprüft. Dies wurde anhand des sog. Blower-Door-Tests durchgeführt. Diesen Test sollte man dem Handwerker schon rechtzeitig ankündigen, da dann, wegen der drohenden Nacharbeiten, erfahrungsgemäß noch sorgfältiger gearbeitet wird.

Für den Blower-Door-Test wurde ein leistungsstarker Ventilator in die Öffnung eines Fensters eingesetzt und im gesamten Gebäude ein Unterdruck erzeugt. Einzelne Undichtigkeiten konnten dann gemessen und sogar mit den Händen gefühlt, bzw. mit Hilfe einer Kerzenflamme oder mittels Rauchnebel visualisiert und eventuelle Fehler und Undichtigkeiten sofort nachgebessert werden.

Nachdem sichergestellt war, dass das gesamte Gebäude luftdicht abgedichtet war und alle Leitungen im Bereich der inneren Installationsebene verlegt waren, haben wir dann in Eigenleistung die Außenwände und die Decke im Bereich der Installationsebene mit 8 cm dicken Flachsmatten gedämmt. Den inneren Wandabschluss bildet dann die Gipskartonverkleidung.

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Das neue Passivhaus nimmt Form an

Das erste Deckentafelelement wird eingebaut und so langsam nimmt das Ganze Formen an.

Und nach 48 Stunden war es dann, wie von der Zimmererfirma versprochen, tatsächlich soweit: Die Außenwände mit dem Holzständerwerk und den OSB-Platten und alle Deckenelemente, ebenfalls mit OSB-Platten, waren eingebaut und das Haus war, zumindest von oben, wieder regendicht.

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